- Planen Sie 60 bis 90 Minuten für den Turm selbst ein, oder bis zu 2 Stunden, falls Sie im Panorama Café einen Kaffee genießen und auf beiden Decks Zeit für entspannte Fotoaufnahmen einplanen möchten. An klaren Wochenenden hängt der Unterschied in der Regel von den Wartezeiten an den Aufzügen ab und davon, ob Sie noch bis zum Sonnenuntergang oder zur abendlichen Beleuchtung verweilen.
- Beginnen Sie mit der Ausstellung im Erdgeschoss, damit Ihnen die Bedeutung des Turms als erster Fernsehturm aus Stahlbeton klar wird, bevor Sie hinaufsteigen. Nehmen Sie dann den Aufzug direkt zur überdachten Panorama-Ebene, um sich einen Überblick zu verschaffen, begeben Sie sich anschließend auf die Freiluftterrasse, um die besten Fotos zu machen, und lassen Sie den Besuch im Café ausklingen, sobald Sie die Aussicht genossen haben. Tische und Plätze am Fenster lassen sich besser beurteilen, wenn Sie nicht in Eile nach draußen eilen.
Schon gewusst?
Der Stuttgarter Fernsehturm war der erste aus Stahlbeton gebaute Fernmeldeturm der Welt und wurde 1956 fertiggestellt.
Das innovative Design des Ingenieurs Fritz Leonhardt setzte den Standard für Fernsehtürme weltweit und inspirierte Strukturen in Städten wie Toronto und Johannesburg.
Der Turm ist 216,6 Meter hoch und verfügt über zwei Aussichtsplattformen in etwa 150 Metern Höhe.
Lohnt sich ein Besuch des Stuttgarter Fernsehturms?
- Die Aufzugstüren öffnen sich, und der Stuttgarter Fernsehturm breitet sich plötzlich in Ringen aus roten Dächern, Weinberghängen und dunklem Wald vor einem aus. Betreten Sie die Freiluftterrasse, und Sie spüren die Höhe zunächst im Wind, dann daran, wie Straßen, Straßenbahnen und Stadionlichter zu einem ordentlichen Stadtmodell schrumpfen.
- Der Turm wurde in den 1950er Jahren errichtet, um zu beweisen, dass Rundfunkinfrastruktur nicht nur funktional, sondern auch elegant sein kann. Fritz Leonhardts Entwurf aus Stahlbeton löste ein technisches Problem und lieferte schließlich Städten auf der ganzen Welt die Vorlage für den modernen Fernsehturm.
- Was den meisten Besuchern in Erinnerung bleibt, ist nicht nur die Aussicht, sondern das Gefühl, eine ganze Region auf einen Blick zu erfassen: Stadtviertel, bewaldete Hügel und Weinberge – alles auf einen Blick. Dadurch wirkt Stuttgart auf eine Weise überschaubar, wie es auf Straßenebene niemals der Fall ist.
- Lassen Sie dies lieber aus, wenn: schlechtes Wetter mit eingeschränkter Sicht Sie frustrieren würde oder Sie keine Fahrten in geschlossenen Aufzügen mögen, auf die windige Plattformen in großer Höhe folgen.
Was gibt es im Stuttgarter Fernsehturm zu sehen?

Eröffnungsausstellung
Bevor Sie hinaufsteigen, nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit, um sich die kleine Ausstellung über die Funktion des Turms als Sendemast und über die Flugbefeuerung anzusehen. Es liefert nützliche Hintergrundinformationen und hilft Erstbesuchern zu verstehen, warum dieses Bauwerk über die Skyline hinaus von Bedeutung ist.
Schnellaufstieg mit dem Aufzug
Die Fahrt nach oben ist Teil des Erlebnisses. In weniger als einer Minute lässt der bewaldete Hang hinter einem zurück, und die Stadt breitet sich unter einem aus, wodurch sich der Übergang von der Parklandschaft zum Panorama ungewöhnlich dramatisch anfühlt.
Panoramaebene im Innenbereich
Beginnen Sie hier, um sich durch das Glas zu orientieren, insbesondere bei starkem Wind. Orientierungstafeln helfen Ihnen dabei, das Stadtzentrum, die Weinberge, die Waldkämme und – an besonders klaren Tagen – die fernen Bergketten zu erkennen.
Terrasse im Freien
An dieser Stelle wirkt der Turm am höchsten. Gehen Sie nach draußen, um eine ungehinderte Sicht zu genießen und bessere Fotos zu machen, insbesondere am späten Nachmittag, wenn die Spiegelungen nachlassen. Die meisten Besucher verweilen hier länger als erwartet; planen Sie daher etwas mehr Zeit auf der Terrasse ein.
Panorama Café
Das Café verwandelt den Turm von einem Ort für einen kurzen Blick in ein Ziel für einen ausgedehnten Besuch. Sichern Sie sich frühzeitig einen Tisch, wenn Sie Ihren Kaffee am Fenster genießen möchten; am späten Nachmittag ist am meisten los, und für den Sonntagsbrunch ist eine vorherige Reservierung erforderlich.
Räumlichkeiten für technische Führungen
Diese Bereiche sind nur im Rahmen von Führungen zugänglich und umfassen die Kellerräume sowie die Techniketage. Wenn Sie sich für Technik interessieren, ist dies der Aspekt, der den Stuttgarter Turm von einer gewöhnlichen Aussichtsplattform unterscheidet.
Abendliche Beleuchtung
Bleiben Sie noch etwas länger, und der Turm zeigt sich von einer ganz anderen Seite. Die Lichter der Stadt zeichnen sich unten immer deutlicher ab, und das rotierende Leuchtfeuer über dem Korb verleiht dem Bauwerk seinen Leuchtturmeffekt. Wenn Sie Nachtaufnahmen machen möchten, lohnt es sich, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten.
So erkunden Sie den Stuttgarter Fernsehturm
- Unbedingt sehenswert: die Außenterrasse, die Informationstafeln im Innenbereich und die Skyline am späten Nachmittag, sofern die Sichtverhältnisse gut sind. Optional: das Panorama-Café, was den Besuch um 30–45 Minuten verlängert, sowie eine geführte technische Führung, die einen tieferen Einblick in das Fundament und die Technikbereiche des Turms gewährt.
- Geführte Tour vs. eigenständiges Betrachten: Das eigenständige Betrachten eignet sich gut für reine Besichtigungen, doch eine geführte Tour bietet einen echten Mehrwert, da die technischen Meisterleistungen allein anhand der öffentlich zugänglichen Präsentationen nicht ersichtlich sind.
Ein kurzer Überblick über die Geschichte des Stuttgarter Fernsehturms
- 1953: Unter der Leitung des Ingenieurs Fritz Leonhardt beginnen die Bauarbeiten am Hohen Bopser, bei denen Stahlbeton für einen Telekommunikationsturm in einer Weise zum Einsatz kommt, wie es zuvor noch keine Stadt versucht hatte.
- 1956: Der Stuttgarter Fernsehturm wird für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und beweist sofort, dass ein Fernsehturm sowohl als Infrastruktur als auch als Besucherattraktion dienen kann.
- 1960er–1970er Jahre: Seine Konstruktion aus Schacht und Korb dient als Vorbild für Fernsehtürme, die in ganz Europa und darüber hinaus errichtet werden.
- 2013: Der Turm wird wegen umfangreicher Brandschutz- und Modernisierungsmaßnahmen geschlossen, wodurch der öffentliche Zugang vorübergehend untersagt ist.
- 2016: Es wird mit modernisierten Aufzügen und Sicherheitssystemen wiedereröffnet und stellt damit einen der charakteristischen Aussichtspunkte Stuttgarts wieder her.
- 2024: Der Turm soll als Urbild der modernen Massenkommunikation in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen werden.
Wer hat den Stuttgarter Fernsehturm erbaut?
Fritz Leonhardt, einer der einflussreichsten Bauingenieure Deutschlands, entwarf den Stuttgarter Fernsehturm als praktischen Sendemast, den die Öffentlichkeit auch tatsächlich besuchen möchte. Seine Kernidee war elegant: reine Infrastruktur in städtische Architektur zu verwandeln und diese dann dadurch zu finanzieren, dass man den Blick darauf für alle zugänglich macht.
Die Architektur des Stuttgarter Fernsehturms
Stil
Nachkriegsmodernismus mit einer auffallend klaren Silhouette. Von unten betrachtet lassen der sich verjüngende Schaft und der schwebende Korb den Turm leichter wirken, als es seine Höhe von 216,6 m vermuten lässt.
Materialien
Stahlbeton prägt hier das Erlebnis. Das zeigt sich an dem glatten, zylindrischen Schaft, der vor dem Hintergrund der umgebenden Bäume sowohl industriell als auch elegant wirkt.
Struktureller Durchbruch
Dies war der erste Telekommunikationsmast dieser Art, der aus Stahlbeton errichtet wurde, und bewies, dass Höhe, Stabilität und öffentlicher Zugang in einem Bauwerk vereint werden können.
Auf Deckshöhe
Die kreisförmigen Aussichtsplattformen ermöglichen eine intuitive Orientierung. Sie wenden sich immer wieder um, betrachten die Stadt aus neuen Blickwinkeln und nehmen wahr, wie Weinberge, Wald und dicht bebaute Stadtviertel miteinander verschmelzen.
Design
Fritz Leonhardt betrachtete den Turm als ein Stück anwendbare Ingenieurskunst und nicht nur als Sendemast. Seine Vision bescherte Stuttgart einen Prototyp, an dem sich später Hochhäuser auf der ganzen Welt orientieren sollten.
Warum ist der Stuttgarter Fernsehturm ein Wahrzeichen der Stadt?
Auch lange nach seiner Erstausstrahlung dient der Turm den Stuttgartern noch immer als geistiger Orientierungspunkt. Das fällt einem in kleinen Details auf: Die Einheimischen nutzen es zur Orientierung, Wanderer entdecken es über den Baumwipfeln, und der offizielle Audioguide enthält sogar eine schwäbische Sprachversion, die das Erlebnis fest in der regionalen Identität verankert. Diese Verbundenheit ist wichtig. Viele berühmte Türme wirken vom städtischen Alltag losgelöst, doch dieser hier ist nach wie vor Teil davon; er ist von den Stadtvierteln, den Zufahrten zum Stadion und den Weinberghängen aus zu sehen und ist fest in das Bild eingebunden, das Stuttgart von seiner eigenen Skyline hat.
Häufig gestellte Fragen zum Stuttgarter Fernsehturm
Ja, vor allem an einem klaren Tag. Das Besondere daran ist, wie schnell man von oben einen Überblick über die gesamte Stadt gewinnt, und der Besuch lässt sich problemlos in ein halbtägiges Programm einbauen.
Die meisten Termine dauern 60 bis 90 Minuten. Rechnen Sie weitere 30–45 Minuten ein, falls Sie im Panorama Café einen Kaffee trinken oder sich Zeit für Fotos nehmen möchten. Führungen dauern länger, da sie auch technische Bereiche unterhalb der öffentlichen Decks umfassen.
Lassen Sie sich die Terrasse im Freien nicht entgehen, auch wenn Sie zunächst im Innenbereich beginnen. Der Wind und die freie Sicht lassen die Höhe hautnah spürbar werden. Sollten Sie etwas Zeit übrig haben, bleiben Sie doch bis zum Sonnenuntergang oder buchen Sie eine Führung mit Zugang zum Technikbereich.
Ja, für die meisten Familien und Erstbesucher. Die Fahrt mit dem Aufzug ist unkompliziert, der Besuch ist kurz, und Kinder bis zum Alter von 5 Jahren haben freien Eintritt. Es ist weniger geeignet für Haustiere, sperrige Kinderwagen und alle, die unter Höhenangst leiden.
Die beste Zeit ist der erste freie Termin des Tages oder die letzten 90 Minuten vor Geschäftsschluss. Am Morgen sind die Warteschlangen vor den Aufzügen in der Regel kürzer; am späten Nachmittag ist das Licht wärmer und die Chancen stehen besser, bis zum Einfall des Lichts dort zu bleiben.
Ja, wenn Sie an einem sonnigen Wochenende zu Besuch sind oder an einer Führung teilnehmen möchten. Standard-Eintrittskarten können nach wie vor vor Ort erworben werden, doch eine Vorbuchung verringert Unsicherheiten und hilft Ihnen, Wartezeiten zu Spitzenzeiten zu vermeiden.